Es geht voran

Miguel und Andi haben die letzten Monate viel erreicht und wurden dabei zeitweise unterstützt von Jens, der Anfang des Jahres für ein paar Wochen mit im Senegal vor Ort auf der Farm war. Die Infrastruktur der Farm wurde deutlich verbessert: mittlerweile ist eine potente Bewässerungsanlage installiert, das Gelände umzäunt, rundum eine Feuerschneise gelegt und mit dem Bau eines Hauses begonnen, das nun (Mitte April) fast fertiggestellt ist. Und natürlich: es wurde weiter gepflanzt mit schon jetzt beeindruckendem Ergebnis hinsichtlich Bodenverbesserung und Pflanzenbestand. Miguel demonstriert dies hier in einem Video:

Erstanpflanzung

Vor etwa einem Jahr haben wir begonnen, das Land urbar zu machen. Alte Büsche und Bäume wurden beschnitten, das organische Material wurde gemulcht oder zu Kompost verarbeitet. Auf einer Teilfläche wurden die ersten Hochbeete angelegt:

 

Mittlerweile wurde das Grundstück eingezäunt und manuell ein Bohrloch für die Solarwasserpumpe gebohrt. Vor kurzem wurden die ersten Pflanzungen vorgenommen: Eine große Anzahl von unterschiedlichen Pflanzen wurden gesetzt, unter anderem Bananen, Papaya, Feigen, Granatapfel, Avocado, Grapefruit, Guave, Medronho, Kokosnuss, Passionsfrucht, Leguminosen, Eukalyptus, Veronia, Moringa und viele mehr.

Wie alles begann

Im Jahre 2018 hatten wir vier Menschen keine Lust mehr, den immergleichen schlechten Nachrichten zu lauschen. Stattdessen wollten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten handeln und ein Beispiel geben. Oder, um es genauso emotional wie banal zu sagen: etwas für den Erhalt der Welt für unsere Kinder und Kindeskinder zu tun.

Wir wollen also etwas unternehmen und aufbauen, in mehrfacher Hinsicht: Aus ausgelaugtem Brachland soll ein lebendiger Agroforest werden, aus totem Boden lebendige Erde. Die Unternehmung ist auch gedacht als kleine, aber hoffentlich beispielgebende Maßnahme gegen Landflucht im südlichen Senegal, Flüchtlingsströme, Umweltzerstörung durch konventionelle Landwirtschaft und Alternative zum schnellen Taler der vorherrschenden Verwertungsgesellschaft. Wir wollen beitragen zu sicherer Lebensmittelversorgung, Ausbildung, Bewusstsein, Respekt für Mensch, Tier und Umwelt. Außerdem hoffen wir, den Menschen vor Ort Perspektiven aufzeigen zu können.

Das alles soll aber nicht nur Gutmenschen zum Selbstzweck dienen, vielmehr wollen wir damit auch mittelfristig unseren Lebensunterhalt bestreiten und somit beweisen, dass nachhaltiger und fairer Landbau auch ökonomisch tragfähig ist. Jaja, starker Tobak. Iss aber so. Und der geneigte Leser kann gerne unterstützen: Mitmachen, verbreiten, helfen und was sonst noch so einfällt.

Also haben wir ein Stück Land gekauft und angefangen, es zu bewirtschaften. Und so sahen die ersten Schritte aus:

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